Die Anreise von Vanuatu nach Samoa ging über Fiji – das war lustig für uns, wir hatten hier vor 2 Jahren bereits im selben Hotel übernachtet, im „Fiji Gateway-Hotel“. Unsere Telefone loggten sich selbständig in deren Wifi ein 😊
Auf Fiji gelandet – tschak – hatten wir eine weitere Stunde Zeitumstellung und waren nun 10 Stunden voraus zu Schweiz/Österreich/Deutschland.
Am nächsten Tag flogen wir weiter nach Samoa und – tschak – eine weitere Stunde Zeitumstellung und nun waren wir bereits 11 Stunden voraus.
Dann stellte Schweiz/Österreich/Deutschland von Sommer- auf Winterzeit um, und nun sind wir 12 Stunden voraus.
Würden wir noch ein wenig weiter nach American Samoa oder Cook Islands fliegen, also noch weiter östlich, wären wir plötzlich 23 Stunden hinter Schweiz/Österreich/Deutschland. Beim Überwinden des Jetlags würde uns das aber auch nicht helfen 🤣

Am Flughafen haben wir noch unsere letzten VUV (Vatu von Vanuatu) in WST getauscht, das reichte immerhin für die Ausfahrt aus dem Flughafengelände. WST steht für West Samoa Tala und unterscheidet sich von der Währung von American Samoa, die haben wie man sich denken kann, den US-$.
Nun sind wir hier auf unserer Plantation gelandet, eine Art Agri Tourismo auf samoanisch – nicht mit Wein, sondern mit Obst und Gemüse. Und sie füttern uns mit Obst, so gesunde Ferien haben wir schon lange nicht mehr gehabt.



Einmal fuhren wir Richtung Süden, um zum O Le Pupu-Pu’e Nationalpark zu kommen und machten den Weg zum Ma Tree. Dies ist ein besonders alter Baum, der zu den Malvengewächsen gehört, und hat auf jeden Fall prächtige Brettwurzeln.






Einmal wollten wir zum Saunianu-Wasserfall, als wir dann dort waren, wurde uns gesagt, der Wasserfall wäre geschlossen – wo hörten wir das zum letzten Mal ? Richtig, auf Fiji 😡. Der Mann, der uns das sagte, versuchte uns auch noch den Grund zu erklären, aber sein Englisch kam nicht gerade aus Oxford und leider hatte er keine Zähne mehr – den Grund haben wir also nicht verstanden.
Eindrücklich war dort aber der Ort !



An diesem Abend gingen wir zum Abendessen ins Paddles in Apia. Dies hatte 2 Gründe: 1. das Paddle ist die Nummer 1 auf Tripadvisor, 2. Andrea und Marco sind mit ihren Kindern während dem Lockdown 2020 in Samoa gestrandet und verbrachten hier ein paar Monate, kannten dieses Restaurant gut und wir sollen Grüsse ausrichten. Das haben wir dann auch gemacht 😉

Am letzten Tag fuhren wir zum Palolo Deep Marine Reserve zum Schnorcheln. Da Thomas beide Hände frei haben wollte, kam die GoPro nicht mit. Als wir dann zum Loch geschnorchelt sind, war das auch sehr sinnvoll, da wir ordentlich gegen die Strömung anschwimmen mussten. Es war ein schönes Riff mit vielen grossen Hirschhornkorallen und diversen bunten Fischen.
Eine, ein wenig unschöne Geschichte, die Ausnahme in Samoa. Es passierte uns zwei mal, dass wir von Kindern um Geld angebettelt wurden. Beim ersten mal war ich alleine, da Thomas im nahen Bach beschäftigt war. Zwei Jungs deuteten mit eindeutigen Gesten an, dass sie Geld haben wollen und klopften die ganze Zeit auf’s Auto. Einer presste dann sein Gesicht auf die Fensterscheibe und drückte seine Zunge gegen diese. Dann drehte er noch seine Augäpfel nach oben. Der Junge war zirka 10 Jahre alt und ich weiss schon, dass Grimassenschneiden für Kinder lustig sein kann. Es motivierte mich aber überhaupt nicht ihm Geld dafür zu geben, von dem abgesehen, dass ich es nie gut finde, bettelnden Kindern Geld zu geben.
Das zweite mal war, als wir bei Frankies etwas einkaufen wollten. Zirka 10 – 12 Kinder umlagernden unser Auto und machten wieder das Fenster/Zungenspiel.
Weil ich aber diesen Eintrag mit einer schönen Geschichte beenden möchte, kommt nun die Digicel-Geschichte: Thomas musste das Digicel Abo von 7 auf 10 Tage verlängern und blieb bei einem Kiosk mit Digicel-Laden stehen (sehr häufig auf Samoa). Das Upgrade kostete 25 WST (ca. 8 CHF für 15 GB) und Thomas gab ein kleines Trinkgeld für das Einrichten auf dem Telefon (wurde von der Tochter gemacht). Woraufhin die Mutter nach hinten in den Laden ging und frische Pancakes für uns holte. Das fanden wir richtig lieb !

Nochmal zum besagten Rugby Spiel, Sonntag abends 22:00 – ca. Mitternacht Ortszeit (das Spiel war in Sydney): bis Mitternacht war es sehr laut im Resort, weil alle Samoaner das Spiel schauten und natürlich mit einigem Gegröle. Tonga hat das Rugby-Spiel gegen Samoa knapp 20:18 gewonnen. Ganz so schlimm ist es nicht, weil trotzdem beide Mannschaften wegen der gesamten Leistung in der Gruppenphase im Halbfinale stehen (Tonga vs. Neuseeland bzw. Samoa vs. Australien).
Und die Leute lachten heute genau so viel wie gestern !
Liebe Grüsse an Euch alle
Claudia und Thomas
