4. Kajak im Long Lake (Rock Islands) – inkl. Mangrovendschungel

Unser letzter Ausflug auf Palau startet. Diesmal war der Long Lake auf dem Programm, auf den wir schon sehr neugierig waren. Als wir mit dem Motorboot (auf dem wieder die Kayaks lagen) losfuhren und nach ca. 30 Minuten Fahrt am ersten Ziel angekommen waren, waren wir schon ein wenig überrascht über die Mangroven, bei denen wir hielten.

Kurz nach dem Start. Hier war der Wasserweg noch relativ breit, es ist der einzige Zugang zum Long Lake. Es war wunderschön in den Mangroven, das Licht war magisch, und mit Ausnahme der Vogelstimmen und unseren Paddeln war so gut wie gar nichts zu hören. Diese Tour kann nur ein paar Tage im Monat gemacht werden und auch dann nur ein paar Stunden und mit dem genau richtigen Timing. Dies hängt mit dem Mond zusammen. Wir fuhren den Weg einmal hin und auch wieder zurück und jedes mal hatten wir Unterstützung von den Gezeiten, also eine leichte Strömung in unsere Richtung (sehr nützlich bei den teilweise engen Verhältnissen). Beim Hinfahren lief das Gebiet voll, Wasserstand im Mittel um 20 cm, beim Zurückfahren lief das Gebiet bereits wieder leer, … am Nachmittag hätten wir die Kayaks tragen müssen 😂. Ich hatte wieder meine weisse Sonnenschutz-Jacke an, ein bisschen schwitzig, aber sehr sicher als Schutz. Und natürlich hatte es in den Mangrovenwäldern ein paar Moskitos, auch dagegen half die Jacke !
Hier wurde der Weg schon um einiges enger. Tief war das Wasser auch nicht, so zwischen 0 und 20 cm. Manchmal sassen wir auch auf den Luftwurzeln der Mangroven auf, und die waren wirklich hart. Zudem ist nach oben auch nur wenig Platz wegen der herunterhängenden, harten Luftwurzeln. Du konzentrierst dich also wo du mit dem Paddel hin stichst und ob noch genug Platz über deinem Kopf ist und – TADAAA – bleibst du mit deinem zweiten Paddel (also dem oberen Teil) in den Luftwurzeln der Mangroven hängen.
Schliesslich erreichten wir den eigentlichen Long Lake, hier ist es viel tiefer und breiter und es gibt auch keine Strömung.
Auf dem Rückweg.
Dem Mangrovendschungel entkommen, vor uns liegt wieder das Meer.

Insgesamt waren wir über 3 Stunden unterwegs – es war ein ganz ruhiger Kajak-Ausflug und wirklich einzigartig.

Die Kayaks sind wieder verladen und die Mittagspause an einem Sandstrand hat uns wieder Energie verliehen (wieder Bento-Box) – weiter geht’s mit Schnorcheln. Mit dem Nose-to-tail Anzug bin sehr zufrieden !

Den zweiten Schnorchelgang an diesem Tag absolvierten wir am Rainbow Reef, relativ flaches Wasser mit viel Sonne, tollen Korallen und unendlich vielen bunten Fischen.

Junger Napoleon-Lippfisch, gut getarnt
Wow – wow
Ein Schwarm „Grünes Schwalbenschwänzchen“.
Papageienfisch
Goldband Füsiliere
Berauscht von der bunten Vielfalt unter Wasser noch schnell ein Selfie….
Wieder ging es mit dem Boot zurück – 30 Minuten Felspilze bewundern ☺️
und noch mehr Felspilze

Das war es jetzt mit den Ausflügen auf Palau ! Der erste Ausflug zur Nikko-Bay war auch schön, aber die Ausflüge zu den Wasserfällen und die beiden letzten gefielen uns noch besser. Überhaupt ist Palau sehr angenehm zum Reisen, die Leute sind wirklich freundlich und hilfsbereit, im grossen und ganzen wird man aber auch in Ruhe gelassen. Und wir fühlten uns nirgendwo unsicher !

Diesen Ausblick beim Morgenkaffee werde ich vermissen !

Am nächsten Tag geht es weiter via Brisbane nach Vanuatu, davon in Kürze

Liebe Grüsse aus Efate/Vanuatu, Claudia und Thomas

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