3. Rock Islands (UNESCO Weltnaturerbe)

Heute war alles gaaanz anders: es hatte in der Nacht geregnet und irgendwie war das ein komplett neues Bild von der Umgebung – als hätte jemand den Schleier von der Landschaft genommen. Der Dunst/Smog von Indonesien war weg. Vorher sah alles irgendwie grau-in-grau aus, heute morgen war alles bunt 🤗

Wie schön war das denn ? Wir warteten bei Sam’s, dem Unternehmen, mit dem wir den heutigen Tagesausflug gebucht hatten, auf weitere Gäste, sodass unsere Truppe vollständig wurde. Heute war Rock Islands angesagt, vier mal Schnorcheln bei unterschiedlichen Spots, und natürlich der Besuch beim Jellyfish Lake.

Ich streifte ein bisschen auf dem Gelände von Sam’s rum und freute mich über die vielen Farben.

Der Mann, der eher mühsam aus seinem Boot klettert, hatte sich ein bisschen auf dieses Foto „verirrt“. Aber ich hatte noch ein lustiges/bizzares Gespräch mit ihm. Also, als er fertig mit Klettern war, trafen wir uns kurz. Er fragte mich, wies mir geht, ich sagte „sehr gut“ und fragte ihn, wies ihm den so ginge. Er antwortete, „very well, I woke up today“. Sagte es und ging weg 😊
Wir waren mit 12 Personen komplett und los ging die Fahrt mit dem Boot – so, genau so muss Palau aussehen !!! Blauer Himmel, blaues Meer, Felspilze mit Bewuchs in grün und ein paar weisse Pummerlwolken 🤗🤗👌

Als erstes wurde Milky Way angefahren. Kein Schnorchelspot, sondern ein Pflegespot. Das Sediment besteht hier aus Kalksteinschlamm, ist also weiss.

Diese Japanerinnnen taten was für ihre schöne Haut 🤣und sie kreischten in den obersten Frequenzen !
Thomas tat ein bisschen weniger für seine Haut, die Frequenzen der beiden waren auch eindeutig tiefer und leiser ….
Türkises Wasser, grüne Wälder und blauer Himmel …

Lange blieben wir nicht am Spot Milky Way, wir fuhren dann zum ersten Schnorchelplatz „Fishbowl“.

Auch unter Wasser war heute alles klar, ganz anders als die Schnorchelgründe in der Nikko Bay
Table Corals, auf deutsch Schirmkoralle oder Tischkoralle
Auch wenn der Schnorchelplatz „Fishbowl“ hiess, waren mehr Korallen als Fische zu sehen, aber wirklich sehr sehenswert.

Weiter ging es mit dem Boot zum Jellyfish Lake – darauf haben wir uns sehr gefreut. Man muss allerdings mit den Badeschuhen erst eine sehr steile Strecke erst nach oben und dann wieder nach unter marschieren, um den See zu erreichen, teilweise über sehr schroffe, scharfe Kalksteine. Der See wurde vor langer Zeit vom Meer abgetrennt, ist aber noch unter der Meeres- bzw. Seeoberfläche über kleine, natürliche Kanälchen verbunden. Das Wasser ist dementsprechend salzig. Die Isolation hat dazu geführt, dass es nur wenige Fischarten gibt, und der See von einer sehr grossen Anzahl an Quallen dominiert wird. Aufgrund der langen Isolation und dem Fehlen von Feinden für diese Quallen, haben sie ihre Nesselzellen komplett verloren, man kann sie also problemlos berühren. Es gibt 2 Arten (die Goldene Qualle, die nur in diesem See vorkommt, und eine Ohrenquallenart), wobei die erste über 99% der Menge ausmacht. Die Goldene Qualle lebt symbiontisch mit Algen in ihrem Inneren, sogenannten Zooxanthellen, die Photosynthese betreiben und so die Qualle ernähren. Der Vorteil für die Algen liegt darin, dass sie von der Qualle immer zu den besten Nährstoffen und dem besten Sonnenlicht transportiert werden; die Quallen sammeln sich im See immer an den Stellen mit der besten Sonneneinstrahlung, wandern also mit dem Sonnenstand.

Das Wasser war etwas trüber, der See wirkte auch dunkel. Also Turnschuhe aus- und Flossen angezogen und rein ins dunkle Nass.

Die erste goldene Qualle war zu sehen 👌☺️Fast wie durchsichtig, nur die 8 Tentakel hatten Struktur
In der Mitte des Sees wurden es mehr und mehr Quallen, die rummsten gegen andere Quallen, sie rummsten gegen mich, ich gegen sie … Irgendwie war ich schon froh um meinen Nose-to-Tail Anzug 😉
Du auch hier ????
Einige goldene Quallen und eine Ohrenqualle (die zweite Quallenart im See) – den englischen Namen „Moon Jelly“ finde ich schöner und treffender.
Der ganze Jellyfish Lake ist umgeben von Urwald – sehr schön wars….

…. aber jetzt müssen wir wieder raus, rauf auf den Berg und wieder runter zum Boot. Es geht zum Mittagessen (wie immer auf Palau sind dies Bento-Boxen)

Nach dem Essen hat es noch Zeit für einen Rundumblick … Thomas mit Fruchtsaft

Nun geht es zur Shark-City – einem weiteren Schnorchelspot

Endlich viele Fischlis ☺️ Ein Schwarzspitzen Riffhai mit vielen Gelbschwanz-Füsilier-Fischen
… und tschüss, sagt der Hai, die Needle Fishes bleiben noch ein bisschen und was die kleine Fische sind, weiss ich leider nicht.

Weiter gehts zum Schnorchelspot „Cemetery“….

… diese Fische (Riffbarsche oder englisch Sergeant Major) haben sogar meine Hände sauber gemacht, sie halten das Riff sauber – also auch mich ☺️
Ein Zackenbarsch in der Mitte, rund um ihn andere bunte Fischlis.

Jetzt geht es wirklich zurück zur Basis, mittlerweile ist es nach 16.:00. Was für ein Tag !!!!

Lush limestone island with a large natural arch in blue water
Ganz zum Schluss noch ein Besuch am „The Arch“. Ich glaube, hier versteht man warum dies ein UNESCO Weltnaturerbe ist (das ganze Gebiet, nicht nur der Bogen)

Dieser Tag war ein echtes Geschenk, so viele Eindrücke, so viel Erlebtes, so viel „Once-in-a-lifetime“, so viel Lachen mit den anderen Teilnehmern und der Crew => wir sind wirklich dankbar für diesen Tag !

Mit diesen Gedanken verabschieden wir uns für heute – am folgenden Tag geht es zum Long Lake, das war auch ein ausserwöhnliches Erlebnis.

Alles Liebe

Claudia und Thomas

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