Heute war alles gaaanz anders: es hatte in der Nacht geregnet und irgendwie war das ein komplett neues Bild von der Umgebung – als hätte jemand den Schleier von der Landschaft genommen. Der Dunst/Smog von Indonesien war weg. Vorher sah alles irgendwie grau-in-grau aus, heute morgen war alles bunt 🤗
Wie schön war das denn ? Wir warteten bei Sam’s, dem Unternehmen, mit dem wir den heutigen Tagesausflug gebucht hatten, auf weitere Gäste, sodass unsere Truppe vollständig wurde. Heute war Rock Islands angesagt, vier mal Schnorcheln bei unterschiedlichen Spots, und natürlich der Besuch beim Jellyfish Lake.
Ich streifte ein bisschen auf dem Gelände von Sam’s rum und freute mich über die vielen Farben.


Als erstes wurde Milky Way angefahren. Kein Schnorchelspot, sondern ein Pflegespot. Das Sediment besteht hier aus Kalksteinschlamm, ist also weiss.



Lange blieben wir nicht am Spot Milky Way, wir fuhren dann zum ersten Schnorchelplatz „Fishbowl“.



Weiter ging es mit dem Boot zum Jellyfish Lake – darauf haben wir uns sehr gefreut. Man muss allerdings mit den Badeschuhen erst eine sehr steile Strecke erst nach oben und dann wieder nach unter marschieren, um den See zu erreichen, teilweise über sehr schroffe, scharfe Kalksteine. Der See wurde vor langer Zeit vom Meer abgetrennt, ist aber noch unter der Meeres- bzw. Seeoberfläche über kleine, natürliche Kanälchen verbunden. Das Wasser ist dementsprechend salzig. Die Isolation hat dazu geführt, dass es nur wenige Fischarten gibt, und der See von einer sehr grossen Anzahl an Quallen dominiert wird. Aufgrund der langen Isolation und dem Fehlen von Feinden für diese Quallen, haben sie ihre Nesselzellen komplett verloren, man kann sie also problemlos berühren. Es gibt 2 Arten (die Goldene Qualle, die nur in diesem See vorkommt, und eine Ohrenquallenart), wobei die erste über 99% der Menge ausmacht. Die Goldene Qualle lebt symbiontisch mit Algen in ihrem Inneren, sogenannten Zooxanthellen, die Photosynthese betreiben und so die Qualle ernähren. Der Vorteil für die Algen liegt darin, dass sie von der Qualle immer zu den besten Nährstoffen und dem besten Sonnenlicht transportiert werden; die Quallen sammeln sich im See immer an den Stellen mit der besten Sonneneinstrahlung, wandern also mit dem Sonnenstand.
Das Wasser war etwas trüber, der See wirkte auch dunkel. Also Turnschuhe aus- und Flossen angezogen und rein ins dunkle Nass.





…. aber jetzt müssen wir wieder raus, rauf auf den Berg und wieder runter zum Boot. Es geht zum Mittagessen (wie immer auf Palau sind dies Bento-Boxen)

Nun geht es zur Shark-City – einem weiteren Schnorchelspot


Weiter gehts zum Schnorchelspot „Cemetery“….


Jetzt geht es wirklich zurück zur Basis, mittlerweile ist es nach 16.:00. Was für ein Tag !!!!

Dieser Tag war ein echtes Geschenk, so viele Eindrücke, so viel Erlebtes, so viel „Once-in-a-lifetime“, so viel Lachen mit den anderen Teilnehmern und der Crew => wir sind wirklich dankbar für diesen Tag !
Mit diesen Gedanken verabschieden wir uns für heute – am folgenden Tag geht es zum Long Lake, das war auch ein ausserwöhnliches Erlebnis.
Alles Liebe
Claudia und Thomas
