3. Ausflüge, Strände und Berge

Jetzt war leider eine bisschen längere Schreibpause als ich wollte. Bei uns sind ein paar Dinge nicht ganz so gelaufen, wie wir wollten. Mehr dazu aber dann zu den passenden Tagen.

An den nächsten Tag wollten wir Ausflüge in der näheren Umgebung machen. Erst nahmen wir uns vor, Richtung Süden zu fahren. Die Strassen auf Korsika sind gut (wenn sie asphaltiert sind), sie sind jedoch sehr kurvig und teilweise sehr steil. Viel mehr als einen Schnitt von 40 km/h schafft man eigentlich nicht. Erst fuhren wir nach Galeria, um uns den Strand anzusehen (ca .35 km => 1,5 Stunden).

Dort gab es die Strandkuh 😎

In Galeria gibt es nicht viel zu sehen oder zu tun, die Bucht selber ist jedoch sehr schön, und die Küstenstrasse ist es wirklich wert, entlang zu fahren.

Jeder Ausblick von der Strasse ist ein schöner !

Mittag essen wollen wir in Osani, einem ganz kleinen Dorf noch ein Stück südlicher. In Osani gibt es kein Restaurant, es gibt aber eine Strasse, die Richtung Meer führt. Diese nehmen wir, und fahren wirklich steil bergab – nach einigen Kilometern mit nichts ausser Wald und ohne Gegenverkehr, rechnen wir nicht mehr damit, dass hier noch etwas kommt, bzw. geöffnet ist. Doch nach ca. 5 km steht tatsächlich ein Restaurant am Strand, das geöffnet hat.

Die Hauptspeise ist gut, gross und sehr rustikal. Wir wurden bei der Bestellung zu einem Dessert überredet. Auch das war gross und wunderbar:

Pain perdu ! Wirklich toll !
In diese Bucht gibt es auch noch ein Geburtshaus von Kolumbus 🤣. Nö, das behaupten sie in diesem Fall gar nicht, aber es sieht dem Geburtshaus aus Calvi sehr ähnlich 🙃
Schön, gell !
Hier noch ein Grund, warum die Geschwindigkeit auf der Strasse tief ist. Diese Ziegen sind neben der Strasse, aber es gibt auch viele auf der Strasse, ebenso wie Kühe. Die Tiere haben in den Bergen kaum Weiden, ihnen gehören die Berge mit allem drum und dran.

Unser nächster Ausflug ging in die Berge. Am Flughafen und dem Foret de Bonifatu fahren wir vorbei und halten am Parkplatz der Auberge de la Foret. Hier ist das Zentrum (oder eines der Zentren) von Wanderern. Der Weg führt auch zum GR20, wir wollen aber zum Cirque de Bonifatu, ein kleiner Teil führt über den GR20. Wir haben einige Cirques bereits auf La Reunion besucht, immer sehr hoch, immer sehr steil und immer alte Krater.

Anfangs gehen wir den Fluss Figarella entlang. Wunderbar kühler Morgen und ein schattiger Weg !
Blümchen schauen – nicht nur zum Verschnaufen, sondern weil sie wirklich hübsch sind: Schopfige Traubenhyazinthe
Blick auf den Monte Cinto
Dies ist nun der GR20. An dieser Stelle ist er leicht zu gehen, aber es gab auch Stellen, an denen ich Arme und Beine brauchte, da es dort wirklich sehr steil war.

Dann waren wir im Cirque de Bonifatu (oder ungefähr dort) und wir wunderten uns über den Anblick. Wir waren rund um uns von hohen, schraffen Bergen umgeben. Es sah wunderschön aus. Nur war es diesmal kein Krater, sondern ein Talkessel. Haben wir auf La Reunion immer nach unten geschaut, schauen wir diesmal nach oben.

Wir gehen dann wieder zurück und bleiben in der Auberge de la Foret noch für ein Essen. Das Essen war gut, aber eigentlich weiss ich gar nicht mehr was wir gegessen haben, der Wein war wie immer auch sehr gut. Das Besondere an dieser Auberge war deren Hund.

Was auch immer Thomas gegessen hat, dem Hund hätte es auch geschmeckt 😋

Bis jetzt hatten wir jeden Tag Wind, sehr starken Wind, bis zu 40 km/h und eher tiefe Temperaturen. Hoffentlich legt sich der Wind bis morgen, denn morgen können wir diesen überhaupt nicht gebrauchen…..

Liebe Grüsse und schön, seid ihr dabei seid !

Claudia und Thomas

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