Bevor ich mit dem Blog beginne, möchte ich noch eine Weisheit bezüglich Spezialitäten beim Security-Check an Schweizer Flughäfen mit euch teilen: gestern kontaktierte mich noch eine Freundin, die mir via WhatsApp erzählte, dass ihr Gepäck auf dem Flughafen Basel inspiziert und ihr das Objekt der Untersuchung entwendet wurde: in ihrem Fall war es Butter ! Also ich erweitere nun mein Merke: in Bern: ein Feuerzeug ok, zwei Feuerzeuge nicht ok, in Basel: keine Butter im Handgepäck 😂🤣 Vielen Dank für die coole Story !
Heute wollen wir uns mal die Stadt Calvi, in der wir unser Ferienhaus haben, ansehen. Erstmals gibt es am Hafen ein Frühstück, denn im Haus haben wir nichts für ein Frühstück, da wir am Sonntag Abend einflogen sind.

Wir haben unser Auto auf dem Place „Christophe Colomb“ geparkt. Wir fuhren aber auch schon die Avenue Christoph Colomb entlang (längste Strasse von Calvi) und bei der Ortseinfahrt von Calvi steht ein Schild mit „Cité de Christoph Colomb“. Dies, weil behauptet wird, dass ebendieser Christoph Kolumbus in Calvi geboren ist.





Bei einem Kaffee beginne ich auf Wikipedia über das Leben von Christoph Kolumbus zu lesen. Das ist eine sehr abenteuerliche Geschichte. Hier eine Kurzfassung: Christoph wurde wohl um 1451 in der Republik Genua (zu der damals auch Korsika gehörte) geboren und starb 1506 in Valladolid im Königsreich Kastilien (Spanien). Die ganze Geschichte mit den Reisen und Entdeckungen lasse ich nun zur Seite.
Aber nun zur Person: das genaue Geburtsdatum ist umstritten, der Geburtsort ebenfalls. Selbst zum Namen gibt es abenteuerliche Theorien: Christoph Kolumbus soll einer Genueser Händlerfamilie entstammen, die Scotto hiess. Diese ist weit entfernt mit der schottischen Douglas-Dynastie. Getauft wurde Christoph auf den Namen Pedro, also hiess er bei Geburt Pedro Scotto. Den Namen Christoph hat er sich als Kirchennamen bei der niederen Weihe selber gegeben, den Nachnamen Kolumbus gab er sich, als er für den Piraten Vincenzo Colombo arbeitete. Er wollte seinen eigenen Namen schützen. (Alfonso Ensenat de Villalonga)
Ein anderer Wissenschaftler mit Namen Simon Wiesenthal sagte, dass Christoph Kolumbus eigentlich Jude war. Tatsache ist, dass Christoph Kolumbus zeit seines Lebens ein Geheimnis um seinen ursprünglichen Namen, seinen Geburtsort, seine Muttersprache und seine Religion machte. Es gibt auch keine Bildnisse oder Gemälde von ihm, die die es gibt sind alle posthum entstanden. All das führte dazu, dass es Orte auf Mallorca oder auch in Armenien gibt, die alle behaupten, dort wäre das Geburtshaus von Christoph Kolumbus. Mittlerweile wurde widerlegt, dass Kolumbus in Calvi geboren wurde und offenbar hat Calvi das nach heftigen emotionalen Diskussionen akzeptiert. Hält aber munter daran fest, dass diese Ruine eben das Geburtshaus von Kolumbus ist.
Faszinierend finde ich auch noch, dass es auch heute noch Menschen gibt, die sich mit dieser Frage mittels DNA-Analysen beschäftigen, aber auch, dass es Institutionen gibt, die richtige Analysen verweigern, bzw. die Gebeine nicht freigeben. Und das fast 600 Jahre nach seiner Geburt !
Nun aber fertig mit schwerer Kost ! Es gibt Mittagessen, für mich beginnt es mit „Huitre de Diana“. Das sind Austern aus dem See Diana auf Korsika. Der See Diana hat Brackwasser und die Muscheln schmecken genauso salzig wie aus dem Meer.

Alles Liebe an euch
Claudia und Thomas

Brrrr, Austern – wie gruselig! Aber lass es dir schmecken. Das mit Kolumbus ist ja äusserst spannend. Darf gern noch mehr sein. Es gibt auch gefühlt 5000 Orte auf der Welt, wo angeblich sein Grab sein soll. Ausserdem skurril: er hat einen ganzen Kontinent entdeckt – ohne es zu merken. 😂
LikeLike
Coucou Andrea, ich finde es gut, wenn du keine Austern magst. Stell‘ dir vor, wie teuer sie wären, würde jeder gerne Austern essen 🤣😂🤣
Also ne, 5.000 Gräber waren es nicht, doch ein paar mehr, als „normale“ Bürger nach ihrem Tod „durchwandern“. Hier ein Fazit aus einem Aufsatz, der sich mit Thema Bestattungen beschäftigt hat:
„Die Frage nach dem Grab von Christoph Kolumbus ist eine der interessantesten und komplexesten in der Geschichte der Entdeckungen. Kolumbus wurde an mehreren Orten bestattet – zunächst in Valladolid, dann in Sevilla, später in Santo Domingo und schließlich in Havanna – bevor seine sterblichen Überreste im Laufe der Jahrhunderte mehrmals umgebettet wurden. Der heutige und allgemein anerkannte Ort seiner letzten Ruhestätte ist jedoch die Kathedrale von Santo Domingo in der Dominikanischen Republik, obwohl es weiterhin Diskussionen und Unklarheiten über den genauen Verbleib seiner Gebeine gibt.“
Ich finde dieses Thema auch wirklich spannend, habe aber auch den Eindruck, man kann 20 Bücher lesen und immer noch nicht die Wahrheit wissen oder was man denn glauben soll.
Liebe Grüsse – Claudia
LikeLike