1. Einreiseprozedur und Ankommen auf Palau

Wir sind angekommen ! Nach vielen Stunden des Fliegens kamen wir mit einer viertel Stunde Verzögerung in Palau an – auch wenn wir nichts dazu beigetragen haben (ok, wir haben uns nicht falsch benommen), sind wir froh, stolz und müde 😉

Was wieder mal auffiel, ich werde bei jedem Handgepäckscan angehalten, während Thomas neben mir überall einfach durch geht. Jedes mal wird entweder mein Fotorucksack oder die Handtasche vom Band aussortiert und bei den besonders schweren Fällen eingeschleust oder beides wird aussortiert. Beim Fotorucksack wird meistens die Kamera oder das Tele auf Sprengstoff untersucht, bei der Handtasche entweder die Anzahl der Feuerzeuge überprüft oder sonst etwas anderes. Das habe ich gelernt, unpersönlich zu nehmen.

Was aber neu ist, ich falle bei jeder Computer-Gesichtserkennung aus dem Normal-Raster und muss mich extra nochmals bei einem Beamten/Polizisten melden (Thomas steht dann möglichst unbeteiligt in der Nähe rum). Auch in Frankfurt ist das nun wieder passiert: Scann-Scann-Scann dann die Meldung am Display, „gehen Sie zum Beamten“😒 . Diesmal fragte ich, warum er mich oder meinen Reisepass besonders untersuchen muss. Er sagte, es gibt eine Person aus einem anderen Land, der die selbe Reisepass Nummer hat. Na gut, damit kann ich leben und werde nun auch das Aussortieren bei der Computer-Gesichtserkennung nicht mehr persönlich nehmen 😊

Nun sitzen wir in unserem schönen Zelt auf der Terrasse und füllen den Blog. Auch zum Zelt gibt es was zu zeigen:

Thomas auf der Terrasse beim Bilder aussortieren – mit Meer und bleiernem Himmel *) dazu wenig später mehr
Unser Bad, geradeaus geht es in die Dusche mit Dschungelblick, links ist die Türe zur Toilette
Hier ist die Bedienung der Duschtoilette. Bereits bei der ersten Benutzung fiel mir auf, dass die Klobrille beheizt ist…. und das bei 31 Grad Raumtemperatur. Das war dann eher unangenehm !!!!!!
Aber, welches Knöpfchen sollen wir drücken, um das Problem zu lösen ????
Am nächsten Morgen schickte ich folgende Nachricht und das „Problem“ wurde umgehend gelöst 🤗 Die Sprache auf der Bedienung ist japanisch.

Am ersten Tag machten wir nicht viel, wir fuhren ins Zentrum, kauften eine SIM-Karte (es gibt kein Telco Geschäft am Flughafen), gingen zum Inder essen (Taj – schmeckte super und hat eine sehr angenehme Atmosphäre) und liefen noch zum Aquarium. Dieses war sehr nett, jedoch waren eher Schulklassen der Unterstufe die Zielgruppe. Trotzdem hat es uns gefallen.

Was wirklich bemerkenswert war, dass keiner von uns beiden ein Jetlag hatte. So einfach hatten wir eine lange Anreise und einen Zeitunterschied von 7 Stunden noch nie weg gesteckt.

Bereits am nächsten Tag hatten wir einen Tagesausflug nach Nikko-Bay gebucht, Kajak/Schnorcheln war das Programm. Und hier machen wir auch unsere ersten Schritte mit der „goPro“ (Mini-Kamera, die sowohl über als auch unter Wasser Bilder schiesst).

Ich beim Schnorcheln. Wie in der Einleitung beschrieben, habe ich ein paar Massnahmen aufgrund der Hautprobleme von Fiji getroffen – hier kann man den Schnorchelanzug mit Sonnenschutzfaktor 50 (Nose-to-Tail) gut erkennen. Es machte Spass, sich damit im Wasser zu bewegen.
Korallengarten beim Schnorcheln – fast wie beim Tauchen 🤗
Zwei Urwälder auf einem Foto
Ein Schwamm mit dekorativen Löchern
Zebra-Fischli’s auf gelber Koralle – allzu viele Fische haben wir aber nicht gesehen, wohl auch wegen der eher schlechteren Sicht einfach nicht gesehen.
Zwischen Schnorcheln und Kajak fahren – unser Expeditionsschiff in der Nikko-Bay.
Wir fuhren fast 2 Stunden durch die natürlichen Kanäle zwischen den Inseln. Wir waren eine Gruppe von 5 Teilnehmern, einem Guide und dem Bootsführer. Das war wirklich sehr angenehm und wir konnten auch gemeinsam leise sein (uns dann aber auch auf dem Boot gut unterhalten). Auch hier hatte ich mit einer Jacke, mit SPF 50, Problemen vorgesorgt – ich hoffe, es funktioniert so, wie ich mir das vorstelle und die Hautprobleme von Fiji lassen sich so vermeiden (oder zumindest ein paar davon).

Nach der Kajak-Tour hatten wir dann noch 2 weitere Schnorchel Gänge und waren so gegen 16.30 wieder zurück im Resort – angenehm müde.

Speziell beim Kajakfahren haben wir mehrmals Stellen gesehen, an denen Schiffwracks liegen. Diese stammen aus dem 2. Weltkrieg. Im September 1944 landeten US Marineinfanteristen auf der südlich gelegenen Insel Peleliu. Das Ziel war es, den dortigen japanischen Flugplatz einzunehmen, um die Flanke für die Rückeroberung der Philippinen zu sichern. Jedoch hatten die Japaner ihre Taktik geändert und anstelle eines verlustreichen Sturmangriffs haben sie sich in natürlichen oder künstlichen Höhlen in Korallenfelsen verschanzt (und das nicht nur auf der Insel Peleliu, sondern auch auf Koror). Trotz dieser Taktikänderung war diese Auseinandersetzung extrem verlustreich, rund 10.000 Japaner kämpften bis zum Tod und auch 1.500 Amerikaner sind gefallen. Prinzipiell ist hier auf Palau der 2. Weltkrieg sehr präsent.

Diese Kanone steht direkt hinter unserem Zelt auf dem Gelände des Resorts.

*) zum bleiernem Himmel: erst dachten wir, dass die Luftfeuchtigkeit so hoch ist (ist sie auch, rund 80 %), sodass wir einen so dunstigen Himmel haben. Erst haben wir etwas gehört, dass ein Vulkan auf Indonesien ausgebrochen sei. Dies schien aber nicht ganz wahr zu sein, das Problem ist wohl Soil-Burning (von Menschen gelegte Wald- Busch- und Moorbrände) auf Sumatra, Kalimantan (Borneo) und Neuguinea. Monsunwinde tragen die Rauchpartikel über tausende Kilometer hinweg in den Südpazifikraum. Hoffentlich verziehen sich die Partikel rasch oder werden über dem Meer abgeregnet.

Ab morgen haben wir für 3 Tage einen Mietwagen und werden die grösste Insel von Palau, Babeldaob, erkunden. Dort ist die offizielle Hauptstadt vom Palau. Diese hat nur zwischen 300 und 400 Einwohnern und wurde erst am 07.10.2006 gegründet. Sie gilt als einwohnerärmste Hauptstadt der Welt. Es gibt dort einen Kapitol-Komplex nach amerikanischen Vorbild, der sowohl das Parlament, sowie die Exekutive und Judikative beherbergt. Das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum ist jedoch nachwievor Koror – wo wir auch unser Hotel haben.

Für Babeldaob werden erstmals die Utensilien für das Finden der Eintagsfliegen raus geholt….

Liebe Grüsse von Koror und euch allen einen guten Start in die neue Woche

Claudia und Thomas

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