Heute ist ein Wasch-, Strandspaziergang und Blogtag, tut auch mal gut 🤗 Also los geht’s mit der Fortsetzung, noch sind wir ja storymässig auf Vanua Levu. Haben aber bereits das Auto mit dem hässlichsten Lenkrad der Welt wieder zurück gegeben. Die Abnahme des Auto’s funktionierte einwandfrei, selbst die Rückgabe des Bargelds als Schadensreserve hat wunderbar geklappt. Das machte gute Laune.

Circa 1,5 Stunden bevor wir unser Taxi für die Fahrt zum Flughafen erwarteten, wir hatten gepackt und machten noch ein bisschen sauber, kam Lisa zu mir und fragte: „can I take you through the webpage of Jehovah’s Witnesses?“ Huch, was sage ich denn dazu ????? Mich interessieren die Zeugen Jehowah’s eher am Rande …… Soll ich ihr sagen, dass dies Zeitverschwendung ist oder soll ich einfach zuhören ? Ich habe mich fürs Zuhören entschieden und sie zeigte mir dann wirklich nur die Webpage. Die ist in der Tat gut gemacht, der Inhalt war jedoch nicht ganz mein Ding. Die Zeugen Jehovas sind auf Fidschi recht gut verbreitet, es gibt aber auch Moscheen und viele Hindutempel, auch die Katholiken, Methodisten und Sieben Tage Adventisten sind gut vertreten. Eigentlich alle Religionen führen Schulen. Wenn man sich die unterschiedlichen Kirchen und Schulen wegdenkt, wäre Fischi nur mehr halb so stark bebaut, wie es heute ist.
Das Taxi war pünktlich, der Flieger auch ….


Wir landeten nach 16.00 und hatten deshalb eine Zwischennacht in Nadi im Fiji Gateway Hotel geplant, wir könnten unsere nächste Unterkunft nicht mehr im Tageslicht erreichen.


Voila, geschlafen haben wir trotzdem gut und gingen am nächsten Morgen zu Europcar, um wieder einen Mitwagen abzuholen und fuhren dann weiter Richtung Sigatoka und Pacific Harbour. Wir kamen am frühen Nachmittag dort an.

„Folgen Sie Google Maps“ ist auf Fidschi ein sehr gewagter Satz ! Ich kann aber auch gut verstehen, dass sie hier nicht die unasphaltierten Strassen als erste Priorität abfahren. Voila, mit menschlicher Hilfe fanden wir unsere „Cosy Bure“

Aber der eigentliche Grund für die Buchung dieser Unterkunft war das:



Es hiess, der Schlüssel liegt unter den Kissen auf dem Sofa auf der Terrasse. Wir suchten. Auf der Terrasse gab es 2 Sofas. Auf dem ersten Sofa war der Schlüssel nicht, auf dem zweiten Sofa ebenfalls nicht. Die selbe Antwort war für unter dem Sofa. Kein Schlüssel. Thomas rief den Vermieter an, der wollte gleich kommen. Als er kam, suchte er ebenfalls, fand ebenfalls nichts und er hatte den Ersatzschlüssel vergessen. Den wollte er nun holen gehen. Wir sagten, wir gehen in der Zwischenzeit Mittagessen (was auf Fidschi auch sehr gut um 15.00 geht). Wir wollten nur eine Kleinigkeit und dachten, wir gehen nur in ein Burger-Lokal. Das fanden wir jedoch auch nicht. Es stand zwar ein Schild da, jedoch kein Pfeil, das Haus daneben war ein Privathaus. Wir fuhren die Strasse weiter, plötzlich kamen mehrere Hunde angeschossen und liefen bellend (links und rechts) neben dem Auto her. Keine Situation, die Geschwindigkeit zu drosseln. Vor uns eine Pfütze, die war jedoch tief und BENG, wir fuhren wohl gegen einen Stein. Hmhm, das war nicht lustig. Mittlerweile waren wir recht still. Wir waren nun wieder auf der Hauptstrasse, die Hunde hörten irgendwann mal auf uns zu verfolgen und wir suchten ein anderes Restaurant. Leider fuhren wir zu weit aus dem Ort raus und wollen einen U-Turn einlegen. Thomas fuhr links raus, dann wieder auf die Strasse, um zu wenden, der Radius war zu gering, also rückwärts fahren, nur der Rückwärtsgang ging nicht rein. Eine Fahrerin kam von rechts, machte eine Bremsung und stand nun ebenfalls auf der Strasse.
Der Rückwärtsgang ging nicht rein.
Die Polizei kam von links und bremste ebenfalls und stand nun auf der Strasse.
Wir waren grad nicht sehr entspannt.
Endlich, der verdammte Gang ging rein und wir fuhren weiter. Die kleine Ansammlung von Autos löste sich auf.
Es überraschte uns sehr, dass die Polizei uns nach dieser Aktion nicht anhielt. Thomas könnte ja auch betrunken gewesen sein, so ein U-Turn in einer Kurve über einer Doppelsperrlinie 🙈🙉
Wir fanden dann doch noch ein Restaurant, das ein „Open“ Schild vorne draussen hatte und die Aussicht von der Terrasse war diese.

Wir schlafen gut und wollen am nächsten Tag, Samstag, Colo-i-Suva besuchen und fahren daher früh los. Laut der Webpage öffnet der Nationalpark von Donnerstag bis Sonntag. Es sind ca. 70 km bis nach Suva, die Hauptstadt der Fidschi-Inseln. Der Nationalpark scheint fast am Stadtrand zu beginnen. Bei der Abzweigung zum Nationalpark kommt ein festerer Mann aus einer kleinen Kabine, macht die Fäuste und kreuzt seine Arme. Wow, diese Geste ist gut verständlich, brutal und habe ich so auch noch nie gesehen. Das bedeutet wohl, die Zufahrt ist geschlossen. Thomas stieg aus dem Wagen, erklärte, wir sind unter anderem wegen diesem Nationalpark nach Fidschi geflogen und er sagt, dass dieser geschlossen ist, wegen Regen und Blätter entfernen ……… Keine Verhandlung hilft, im Gegenteil, Sonntag ist ebenfalls geschlossen. Das ist wirklich enttäuschend und auch sehr unverständlich. Wie soll Tourismus so funktionieren ?
Wir gingen auf Plan B, wir besuchen Suva, das wollten wir ohnehin machen. Also rein ins Zentrum.

Das Grand Pacific Hotel (GPH) ist ein historisches Hotel, eröffnet 1914. Es war von den Architekten so geplant, dass sich Gäste so vorkommen, als wären sie noch auf einem Schiff, mit einem Rundumgang rund um dem Gebäude in verschiedenen Stockwerken. Es war DAS Hotel der Südsee mit verschiedenen Künstlern und Politikern als Besucher. Spezielle Besucher waren nütlirlich auch die englischen Royals, Queen Elizabeth war 1952 zum ersten mal hier, wiederholte ihre Besuche aber mehrmals. Prince Chares war hier und 2014 bei der Wiedereröffnung kamen Duke und Duchess of Sussex ebenfalls als Gäste. Nicht, weil wir Fans der englischen Royals sind, sondern weil dieses Hotel historisch ist, wollten wir es ohnehin besuchen. Aber erstmal wollen wir einen Kaffee im Zentrum trinken. Also gingen wir los.




Jetzt war uns zu viel zu ! Wir entschieden, wir trinken unseren Kaffee im Grand Pacific Hotel.

Thomas ging noch einen Kuchen in der Vitrine auswählen und dann kam eine Schwarzwälder Kirschtorte.

Es war immer noch früher Vormittag und wir entschieden nach dem Kaffee, ins Fidschi Museum zu gehen, das waren nur ein paar Schritte.
Auf dem Sportplatz des Albert Parks wird Rugby gespielt.



Das Museum fanden wir wirklich interessant, es ist ein Mix aus Historischem Museum und Heimatmuseum. Abgesehen von Keramikfragmenten aus der Zeit der ersten Besiedlung (Lapita Kultur) beginnt die dokumentierte Geschichte mit der Kolonisierung im 19. Jahrhundert. Der Höhepunkt ist für uns ein originales Fidschianisches Boot vom gleichen Typus, mit welchem in der Vorzeit der Pazifik befahren wurden, um neue Inseln zu entdecken. Neben der Fidschianischen Kultur sind auch die Anfänge der Indischen Besiedlung, das Missionarstum und die frühe Kolonisierung dargestellt. Das Thema Kanibalismus wurde leider so gut wie ausgspart, nur einige originale Kopfbeile und Kopfgabeln gab es zu sehen.

Danach kehrten wir wieder in unsere „Cosy Bure“ zurück und fuhren am Abend noch ein wenig mit den Kajaks auf dem Meer.
Alles Liebe an Euch, einen guten Wochenstart und bis später
Claudia und Thomas
