Warum Fidschi nicht nur für Honeymooner ist

Herzlich willkommen zum neuen Blog von Claudia und Thomas mit einer neuen Destination – Fidschi – eine Honeymooner-Destination ?

Nein, wir sind keine Honeymooner (das waren wir unbeabsichtigt mal vor ca. 25 Jahren auf den Seychellen – hat uns eine Flasche Prosecco gebracht :-)), nein, wir haben uns keinen Badeurlaub vorgenommen und nein, wir machen keinen Tauchurlaub (schnorcheln schon). Diesmal war die Destination ein Wunsch von Thomas: von vielen Ländern dieser Welt gibt es bereits Beschreibungen von vorhandenen Eintagsfliegen, von Fidschi jedoch nicht. Und, das soll nun im Anschluss dieser Reise geändert werden !

fidschi – als land

Aber zuerst mal, wie sieht Fidschi aus ? Fidschi besteht aus mehr als 330 Inseln und ist ein eigener Staat. Fidschis Inseln haben einerseits vulkanischen Ursprung (Berge und Bäche !), andererseits gibt es auch sehr viele Inseln als Atolle. Die höchste Erhebung von Fidschi ist der Mount Tomanivi auf Viti Levu mit 1324 Metern. Zu der Zeit, zu der wir auf Fidschi sind, ist gerade der Wechsel von Sommerzeit (Regen) zur Winterzeit (Wind). Es bleibt jedoch bei einem feucht-heissen Klima mit Temperaturen zwischen 16 – 30 Grad C. Wir werden also fast ausschliesslich Sommerkleidung mitnehmen, natürlich ergänzt durch Regenkleidung und ein Fleece für den Mount Tomanivi.

Ganz grob gesagt, besteht die Bevölkerung von Fidschi aus 60 % der ursprünglichen Fidschianischen Bevölkerung, 40 % aus Indern. Letztere haben die Engländer im Lauf der Kolonialjahre als Arbeitskräfte für den Zuckerrohranbau auf die Inseln geholt. Fidschis jüngste Vergangenheit ist leider durch Konflikte zwischen diesen beiden Bevölkerungsgruppen geprägt, die Gruppen sind auch sehr wenig untereinander gemischt.

Noch ein kleiner historischer, bzw. sprachlicher Hintergrund: Seit 1970 ist Fidschi unabhängig vom Vereinigten Königreich und seitdem Mitglied des Commonwealth of Nations. Das hat zur Folge, dass auf Fidschi Linksverkehr herrscht und die englische Sprache weit verbreitet ist, zumindest einer Art von Englisch (Fidschi-English). Die offizielle Amtssprache ist jedoch fidschianisch, ein Wort können wir schon und das heisst Bula, was so viel wie Hallo/willkommen bedeutet (alle mails, die wir aus Fidschi erhalten, beginnen mit Bula Claudia oder Bula Thomas). Ausserdem gibt es Bula-Beer und Bula-Coffee und wahrscheinlich noch haufenweise andere Bula-Dinger.

Weitere fidschianische Wortbeispiele, die Wochentage 🙂

Auf den ersten Blick sieht es sehr ungewöhnlich aus, wenn du aber ein wenig länger hinschaust, erkennst du Monday, Tuesday, Wednesday und für den Rest brauchst du eine grosse Menge Phantasie 😉

Noch ein interessantes Detail ist die Datumsgrenze. Eigentlich, ganz ursprünglich, ging die Datumsgrenze durch Fidschi, genauer gesagt, durch die Insel Taveuni. Der 180. Meridian geht eben durch diese Insel. Nun war es aber nicht praktisch, dass ein Land zwei unterschiedliche Datümer (ich weiss, dieser Plural ist falsch) hat, daher wurde einfach der 180. Meridian weiter nach Osten verschoben. Deshalb feiert die Welt das Neue Jahr immer zuerst mit Samoa 🙂

Noch eine lustige Geschichte gibt es über Fidschi: der Volkssport von Fidschi ist Rugby, genauer gesagt, das Siebener-Rugby. Und, Fidschi ist bereits zweimaliger Olympia-Sieger in diesem Wettbewerb. Nach dem ersten Erfolg wurde sogar eine 7 Dollar Note gedruckt, die aber absolut vergriffen und ein wertvolles Sammlerobjekt ist.

Die 7 Fidschi-Dollar Note als Erinnerung an den Olympia-Sieg 🎉🏉🥇

Und nun zu den organisatorischen Vorbereitungen unseres Urlaubs:

Fidschi ist eine kleine Herausforderung bezüglich Vorbereitung und Organisation: es gibt so gut wie keine Reiseführer (nur Südseereiseführer und in diesen gibt es mehr oder weniger grosse Kapitel „Fidschi“). Ich habe jedoch durchaus Reiseführer gefunden, einer davon hiess: Fiji, von Hajratwala Minal, vom Verlag Moon. Als wir sie dann in den Händen hatten, klangen diese (Bilder-losen) Führer folgendermassen:

„Gehen Sie morgens zur Bucht xy, zum Sonnenaufgang ist diese Bucht eine der schönsten der ganzen Insel.“ „Schauen Sie, dass Ihre Aktivitäten so gegen 18.00 abgeschlossen sind, denn anschliessend wird es dunkel.“ Zur Bevölkerung: „Die meisten Erwachsenen und vor allem Kinder sind sehr freundlich“. Eine solche Ansammlung von nichtssagenden, generischen Wörtern habe ich vorher noch nie gesehen. Ist es möglich, dass dieses Buch von KI generiert wurde und als Print-on-Demand vermarktet wird ? Die Strategie mit neuen Reiseführern gaben wir also auf.

Ich versuchte dann noch Blogs zu finden, fand einige von Backpackern, die einen Zwischenstopp zwischen Australien/Neuseeland und Europa auf Fidschi einlegten. Also nicht unbedingt die Art von Urlaub, den wir machen wollen. Es gibt noch eine zweite Kategorie von vielen Besuchern der Insel und das sind Honeymooner. Es liegt wohl in der der Natur der Sache, dass diese Besucher eher selten Blogs schreiben :-). Also machten wir uns auf, alles auf eigene Faust zu organisieren. Das war aber auch nicht ganz trivial: jede Unterkunft hat mehrere web-pages (oder Zugänge dazu), von denen keine richtig funktioniert. Irgendwie funktionierten diese immer im letzten Moment nicht. Ein nerviges Beispiel, nachdem alles erfasst wurde, also knapp vor dem Abschicken:

„Füllen Sie dieses Rechenbeispiel aus, um zu zeigen, dass Sie kein Roboter sind:“

2 + 12 = 14

„Füllen Sie dieses Rechenbeispiel aus, um zu zeigen, dass Sie kein Roboter sind:“

13 + 27 = 40

„Füllen Sie dieses Rechenbeispiel aus, um zu zeigen, dass Sie kein Roboter sind:“

37 – 12 = 25

……..

Ich füllte aus und füllte aus, nach ein paar Minuten gab ich auf 😦

Wir veränderten wieder unsere Strategie und suchten nach den Telefonnummern der Unterkünfte, riefen dort an (Achtung 11 Stunden Zeitverschiebung !) und so hat es dann mit dem Buchen auch funktioniert. Lösung: mit Menschen zu sprechen ist immer noch die effizienteste Art der Kommunikation 🙂

Gebucht haben wir Unterkünfte auf den beiden grössten Inseln Viti Levu (grösste Insel mit der Hauptstadt Suva) und Vanua Levu (mit der Hauptstadt Savusavu). Das bedeutet jedoch nicht, dass uns nicht auch Ausflüge auf andere Inseln „passieren“ werden, das hängt von den Möglichkeiten vor Ort ab. Ist euch aufgefallen Savusavu und Suva ? Das ist keine Ausnahme :-). Es gibt auch Orte, die heissen Rakiraki, Seaqaqa, Nabouwalu, Sigatoka und ähnliches. Diese Ortsnamen sind eine kleine Herausforderung bei der Planung („äh, wo war Seaqaqa noch mal ?“).

Unsere Erwartungen an die neue destination

In einem Blog wurde geschrieben, dass Fidschi so etwas ähnliches für Australier und Neuseeländer ist, wie Mallorca für Europa. Bedeutet, es gibt grössere Gruppen von Personen aus genannten Ländern, die bereits um 10.00 morgens mit Bier in der Hand am Pool hocken. Entsprechend „fröhlich“ wird gesungen. Wenn wir wenig von dieser Art von Touristen begegnen werden, haben wir nichts dagegen.

Fidschi ist nicht unbedingt ein teures Reiseland (mit Ausnahme der internationalen Flüge) – unsere Unterkünfte starten bereits bei CHF 40,- / Nacht für uns beide, grosse, teure Ressorts für über 1000.- pro Nacht haben wir keine gebucht. Lokales Obst, Gemüse und Fisch sind günstig, importierte Waren natürlich teuer. Ein indisches Curry kosten ca. CHF 5,-. Und ….. Zigaretten sind nicht teurer als in der Schweiz, Österreich oder Deutschland 🙂

Wir wollen wandern (Mount Tomanivi !), schnorcheln, fremde Gerichte und Gewürze entdecken, über neue Dinge nachdenken und neue Menschen kennen lernen. Und natürlich die Nationalparks kennen lernen, speziell die Orange Dove. Es gibt den Nationalpark „Sigatoka“ (grosse Dünen), den Park „Koroyanitu National Heritage Park“, mit Bergen, Urwald und Bächen auf der Westseite von Viti Levu und „Colo-i-Suva Forest Park“ im Osten der Insel. Daneben gibt es noch einen grossen Nationalpark auf Taveuni und weitere Marine Parks. Die Nationalparks wollen wir alle besuchen, bei den Marine Parks wissen wir noch nicht so genau welchen wir besuchen werden.

Nun haben wir nur mehr zwei Nächte, die Koffer sind fast gepackt. Gedanklich sind wir bereits in der Zeitrechnung: vor Fidschi / nach Fidschi. Also, das muss noch vor Fidschi erledigt werden, andere Dinge können auch bis nach Fidschi warten.

Auch in diesem Urlaub wird es einen Blog direkt von vor Ort geben. Ich stelle mir das als sehr gut möglich vor. Vormittags Wanderungen und hin und wieder nachmittags dann einen neuen Beitrag verfassen, natürlich nur dann, wenn es wirklich was zu schreiben gibt. Dafür habe ich mein Tablet ergänzt durch eine Tastatur. So sieht die neue Kombination aus:

Schick, gell ?

Die Tastatur habe ich sehr günstig als QERTY-Tastatur gekauft und innerhalb eines halben Nachmittags in eine QERTZ-Tastatur umgebastelt 🙂

Sehr hemdsärmelig, aber es funktioniert bestens😂 Hoffentlich halten die Kleber auf der Tastatur 🤣

Wir würden uns sehr freuen, wenn Ihr neugierig geworden seid und ihr den weiteren Berichten folgt, um zu wissen, wie es uns auf Fidschi ergehen wird, ob wir alles so machen können, wie wir uns das heute vorstellen und ob wir auch als Nicht-Honeymooner eine schöne Zeit auf Fidschi verbringen werden.

Wir wünschen euch alle eine tolle Zeit

Claudia und Thomas

3 Kommentare zu „Warum Fidschi nicht nur für Honeymooner ist

  1. Lieber Marco,

    Ihr werdet möglicherweise noch einige Déja Vue’s bei unserem Blog haben😉 Wir hatten sehr viel Spass mit Eurem Blog und auch sehr viele Info’s raus genommen.

    Alles Liebe – Claudia und Thomas

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  2. Super, dass wir wieder „mitreisen“ dürfen.Unsere Reise geht morgen leider zu Ende, dafür beginnt eure. Geniesst es und erlebt vie

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