16. Ein wahrer Genusstag

Unser letzter Ausflug auf Tasmanien. Dieser war als richtiger Genusstag vorgesehen. Ich wollte seit der Tasmanien-Idee in das Museum MONA (Museum of Old and New Art). Wir haben vor Ort die Realisierung geplant. Da es vor dem MONA nur wenige Parkplätze gibt und wir mit unserem Mr. Maier ja sogar 2 brauchen, haben wir entschieden, wir fahren mit der Fähre hin. Eine spezielle Fähre, die immer zwischen Hafen und MONA hin- und herfährt. Das MONA ist ein Museum ausserhalb von Hobart, das in den Felsen nach unten gebaut wurde und neben dem eigentlichen Museum noch grosse Gärten für Konzerte und weitere Ausstellungen/Restaurants hat. Alle Tickets waren gebucht und es konnte los gehen.

Zuerst müssen wir uns bei der Fähre in die richtige Schlange einreihen: wir sind beim Plebs 🙂

60 Dollar Mehrkosten für je 25 Minuten Fahrt scheinen uns ein wenig übertrieben. So viel können wir gar nicht essen 🙂
Nochmal ein Bild zum Thema „Kälteempfinden“, wo wir die Unterschiede zwischen einzelnen Personen sehen können. Hier ein Paar, sie im Mantel und er in T-Shirt und kurzer Hose. Wir waren mit unserem Empfinden mehr von der Fraktion Mantel.

Ausfahrt aus Hobart mit Sicht auf Expeditionsschiffe für die Antarktis; noch war der Tag trüb.

Thomas mit/auf Schaf 🙂

Voila, Ankunft im Mona, 99 Treppen nach Oben.

Eines der ersten Kunstwerke, die wir sehen ist der Bit.Fall, ein Kunstwerk von Julius Popp.

Super-coole Idee – 0 und 1 in nass und trocken 🙂 : computergesteuert werden Wassertropfen aus 320 kleinen Düsen fallen gelassen, die dann verschiedene Buchstaben generieren. Die Buchstaben werden durch Lichtbestrahlung sichtbar gemacht, es kommen laufend andere Wörter, unten platscht das Wasser in einen Schacht.

Es war super-schwierig, das Foto im richtigen Moment zu erwischen. Viel häufiger habe ich einfach nur den (schönen) Stein fotografiert.

Das untere Stockwerk war voll von Kunstwerken aus dem orthodoxen Christentum

Sehr schön, aber auch ein wenig „schwer“.

Die Kunstwerke waren in verschiedenen Gängen angeordnet, in der Mitte dieser Gänge gab es einen zentralen Raum mit Spiegeldecke. Den wiederum fand ich sehr lustig.

Selfie im MONA
Noch ein Selbstporträt, diesmal von Thomas‘ und meinen Füssen/Beinen im Raum von Tinguely’s Kunstwerk
Und hier noch das Kunstwerk von Tinguely (Fribourg/Schweiz).

Und noch ein grosser Name, der nicht fehlen sollte:

„The White House“ von Ai Weiwei. Das Kunstwerk wurde aus Hölzern/Fragmenten aus dem 16. bis 19. Jahrhundert zusammen gebaut.

Das Museum ist so gestaltet, dass es einzelne Räume hat und zwischen diesen sehr interessante Verbindungen

Die Verbindungen machten, dass wir teilweise die Orientierung verloren. Beim letzten Übergang wurden wir extra gewarnt, nicht links oder rechts in den Graben zu stürzen.

Wir gingen kurz raus für eine Pause und dann wieder zurück, jedoch diesmal nicht ganz nach unten, sondern wir stiegen in der Hälfte wieder ein. Wir waren nun im Teil „Love & Hate“

Ich finde eine gute, jedoch auch zynische Installation unter dem Motto „Love & Hate“. Kann eine Protzkarre Liebe erzeugen ? Oder das Gegenteil ?

Auf jeden Fall ist dies eine Skulptur von Erwin Wurm und heisst „Fat Car“. Der Künstler Erwin Wurm wurde in Bruck an der Mur in der Steiermark geboren, ca. 50 km von meinem Geburtsort entfernt.

Dann gab es etwas lustiges: ein Raum, zu dem nur Frauen Zugang hatten, die „Ladies Lounge“ von Kirsha Kaechele. Sie liess sich vom Leben ihrer Grossmutter inspirieren. Diese war eine Skandalnudel, die Ladies Parties in Bevery Hills und Basel schmiss, dort gab es dann auch devote Butler, 400 Jahr alte Weine und manchmal einen Besuch von Pablo Picasso. Die Künstlerin lebt auf Tasmanien.

Hier der devote Butler
Und hier eine Schenkung von Pablo Picasso

Diesen Raum fand ich sehr witzig, war aber trotzdem nicht lange drinnen, da Thomas ja vor dem Vorhang auf mich wartete.

Love & Hate, eine sehr subtile Dartstellung des Themas. Die Fischlis haben gelebt.

Die Kunstwerke sind hier toll, was mich aber auch noch beeindruckte waren die Wände:

Hier gefiel es uns sehr gut, aber irgendwann hat man sich „satt gesehen“, es war ca. 13.00. Wir gingen wieder nach draussen und wollten etwas essen. An einem Stand wurde gegrillt. Wir hätten dort gerne gegessen, aber wir hatten gerade keine Lust auf Wallaby-Fleisch. Daher nahmen wir eine Fähre früher und fuhren nach Hobart zurück.

Wir waren sehr zufrieden mit unserer Entscheidung 🙂

Mittlerweile hat es aufgeklart und es wurde auch warm.

Am ersten Tag der Ankunft waren wir im Restaurant Mures im Hafen von Hobart, im Lower Deck. Am letzten Mittag in Hobart wollten wir nun ins selbe Restaurant, jedoch ins Upper Deck (nobler Teil).

Wir hatten einen wunderbaren Blick auf Victoria Bay – und wieder waren wir sehr zufrieden mit unserer Entscheidung 🙂
Als Vorspeise gab es für mich Austern mit Sauce Asia Style
Dann für mich den wohl besten Lachs meines Lebens. Auf Tasmanien gibt es sehr viele Lachsfarmen, daher ist der Fisch total frisch, wenn er auf den Tisch kommt. Und das kann man schmecken.
Thomas war mit seinem Fleisch auch zufrieden.

Nach dem Essen ging es wieder zurück nach Snug, zu unserer letzten Nacht in Mr. Maier. Wir genossen den Geniessertag, wir wussten aber auch, morgen gibt es ein Gerödele. Wir müssen morgen zusammen packen und aus Mr. Maier wieder einen sauberen aber anonymen Campervan basteln.

Wir melden uns noch mit einer Nachlese und einem Fazit dieses Urlaubs.

Inzwischen sind wir ja wieder gut zu Hause angekommen und kämpfen mit dem Jetlag.

Alles Liebe

Claudia und Thomas

3 Kommentare zu „16. Ein wahrer Genusstag

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