Die Cradle Mountains sind wahrscheinlich der bekannteste der 39 Nationalparks von Tasmanien. Es handelt sich um eine gebirgige Gegend, die eine Höhe von fast 1600 m erreicht (also im Schweizer Massstab mit den Voralpen vergleichbar). Auch ausserhalb der Hochsaison ist hier viel Betrieb und man sollte unbedingt reservieren, wenn man einen Platz auf dem direkt daneben liegenden Campingplatz haben möchte. Das haben wir Gott sei Dank auch getan. Als wir ankamen waren tatsächlich alle Plätze besetzt, bisher waren alle Plätze halbleer und wir hatten auch nie vor reserviert! Wegen der grossen Nachfrage wird der Campingplatz gerade stark ausgebaut und perfekt modernisiert (in den Sanitärräumen gibt es Fussbodenheizung (!) und man darf so lange heiss duschen, wie man will 🤗🤗) und auch der Zugang zum Nationalpark selbst wurde sehr professionell organisiert, mit einem neuen Empfangsgebäude, einem riesigen Parkplatz und einer ca. 10-minütigen Shuttleverbindung zwischen dem Parkeingang und 4 verschiedenen Startpunkten von verschiedenen Wanderungen im Park.
Alle Wanderer müssen sich in Büchern ein- und austragen, damit keiner verloren geht. Das Wetter ist hier sehr launenhaft und kann innerhalb weniger Stunden zwischen Wintereinbruch und Wüstenklima schwanken. Alle Wanderstrecken sind aufwendig angelegt, oft kilometerweit mit Holzplanken, um die sensible Pflanzenwelt zu schützen. Wir hatten 2 Nächte auf dem Campingplatz gebucht und konnten so 1 1/2 Tage für einige schöne Rundwanderungen verwenden (mehrere kurze und eine lange und steile). Diese Strecken führten uns durch einige markante Landschaftstypen, die hier vorherrschen: gemässigter Regenwald,

Seen und Fliessgewässer,




Alpine Moorlandschaft und ausserdem die uns bereits bekannten Eukalyptuswälder in den trockeneren Bereichen des Nationalparks.

Von den Eukalyptuswäldern und dem kalten/gemässigten Regenwald hatten wir ja vorher schon einen ersten Eindruck bekommen. Ganz neu für uns und etwas unerwartet waren dagegen die ausgedehnten alpinen Moorlandschaften. Sie werden dominiert von dicken und bis 1 m hohen Büscheln aus Sauergräsern (ähnlich unseren Binsen), anderen büschelig wachsenden Gräsern oder häufig auch ausgedehnten Bereichen von Büscheln aus Korallenfarn. Besonders die grasigen Bereiche sind auch die Heimat der knuffigen Wombats (Beuteltiere, die ähnlich unseren Schafen grasen, allerdings im Gegensatz zu diesen in selbst gegrabenen Höhlen übernachten; sie haben zu diesem Zweck sehr starke Krallen).








Demnächst dann mehr zu Strahan im wilden Westen und dem Gordon River ….
Alles Liebe Thomas und Claudia

Oh, der/die/das Wombat ist aber süß! Das muss lustig aussehen, wenn sie in der Früh in Wombathausen alle aus ihren Löchern kriechen 🙂
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