8. Der Westen, wild und dominiert vom Regenwald

Anfahrt nach Waratah: das war wohl mal ein Regenwald – ein bisschen schockiert waren wir schon……

Nun sind wir in Waratah. Keine Stadt, die man kennen muss. Es gibt Free WiFi im Ort, aber nur, solange die Post geöffnet ist 😊. Waratah hat heute 249 Einwohner, ist ein ehemaliges Zinnabbaugebiet und war der erste australische Ort, mit elektrischer Strassenbeleuchtung im Jahr 1886. Heute ist von diesem Ruhm wenig übergeblieben. Und es hat den Ruf, der kälteste Ort von ganz Tasmanien zu sein. Und kalt ist es wirklich. Am Tag ist die Sonne sehr heiss und auch fast aggressiv, abends ist es dann aber wirklich sehr kalt. Speziell am Morgen sind wir froh, dass wir im Herrn Maier die Heizung einschalten können.

Wir sind gestern recht schnell nach Westen gefahren. Der Norden hat zwar schöne Strände, die man aber kaum erreicht, weil man den Highway nicht überqueren kann. Und, der Norden ist sehr stark von Landwirtschaft und Industrie geprägt. Das ist nichts Verurteilenswürdiges, es ist nur nicht das, weswegen wir hier sind. Daher blieben wir nicht in Somerset, wie ursprünglich geplant und fuhren direkt nach Westen.

Hier sind wir nun sehr nah an den gemässigten und kalten Regenwäldern. Wir haben aber auch noch einen Entscheidungspunkt für die Wahl der Campsite: wir brauchen Strom und diese Campsite hat ihn! Unser Kühlschrank und unser Gefrierschrank hat 3 Möglichkeiten für die Energienutzung: entweder läuft das System über 240 Volt, oder über die Batterie, wenn das Auto gefahren wird, oder über Gas. Das funktionierte am Beginn unserer Reise wunderbar. Aber, entweder beim 2. oder 3. Mal, als Herr Maier den Inhalt des Kühlschranks ausgespuckt hatte, funktioniert der Wechsel auf Gas nicht mehr. Das bedeutet, wenn wir nicht am Strom hängen und nicht fahren, funktionieren beide Geräte nicht mehr. Und allzu oft sollte man gefrorenes ja nicht auftauen und wieder einfrieren. Ausserdem wird es in diesem westlichen Gebirgsland empfindlich kalt und die Heizung funktioniert nur mit 240 Volt. Mit diesen Überlegungen haben wir uns für diese Campsite entschieden.

Einen ersten, beeindruckenden Ausflug in den gemässigten Regenwald haben wir heute auch gemacht: die Philosopher Falls, benannt nach dem sogenannten «Philosopher Smith», dem Gründer des Ortes, der in Wirklichkeit kein Philosoph, sondern ein Prospektor für Bodenschätze war und das Zinnvorkommen hier entdeckt hatte.

Schöner Baumfarn
Im Wald waren die Farben grün, braun und grau vorherrschend, diese Farben waren schöne Farbtupfer.
Eine von drei Giftschlangenarten auf Tasmanien, welche wissen wir auch nicht: alle drei sind dunkel-braun
Nochmals ein schöner Farn
Philosopher-Falls

Morgen geht es in das Herz der Regenwälder, die Cradle Mountains !

Liebe Grüsse Claudia und Thomas und einen schönen Tag

2 Kommentare zu „8. Der Westen, wild und dominiert vom Regenwald

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