17. Flying home for Christmas

Nun haben wir bereits wieder 3 Nächte im eigenen Bett geschlafen, wunderbar ! Es ist eben, es ist gross, es ist sauber ! Alles, was Mr. Maier uns nicht unbedingt geboten hat, auch wenn wir sehr gut geschlafen haben. Zum Teil war es sehr schwierig, Mr. Maier auf buckliger Wiese horizontal auszurichten, andere Camper mit eigenen Fahrzeugen benutzten dafür Unterlagen aus Kunststoff, um die unterschiedliche Höhe der Räder anzugleichen.

Ein guter Zeitpunkt für einen kurzen Rückblick und eine Nachlese.

Zuerst mal 2 Geschichten, die wir noch zu Ende erzählen wollen:

Das Taschenmesser, ihr erinnert euch, dieses wurde uns in Sydney beim Hinflug abgenommen und musste neu als eigenes Gepäck eingecheckt werden. Wir haben das Messer unterwegs nicht vermisst und am 04.12.23 wieder in Hobart am Flughafen abgeholt. Es war eine längere Prozedur, da die Angestellten des Customer Services das Gepäckstück trotz Gepäcknummer und eindeutiger Beschreibung nicht finden konnten. Der Trick war, dass jemand das kleine Gepäckstück in einen alten grossen Koffer gegeben hatte, mit einer anderen Nummer drauf. Daher wurde es von den Mitarbeitern von Quantas selbst nicht mehr gefunden. Erst der Kollege, der von Anfang an mit dem „Fall“ betraut war, hat es dann auch gefunden. Hier nun ein Foto nach der Wiedersehensfreude:

Masse: ca. 3 x 5 cm, kein Wunder ging es verloren.

Auch die Geschichte mit den Jeans ging noch ein wenig weiter. Ihr wisst, Thomas kaufte noch eine Jeans in Hobart (bei der Anreise), da er annahm, dass er nur ein Stück mit sich hatte. Also nach dem Kauf hatte er 2 Stück und ich 2 Stück (so die Annahme). Nachdem ich mir eine Jeans auf Bruny-Island mit einer Lemon-Mayo schmutzig gemacht hatte, wollte ich eine frische nehmen. Ich griff in meinen Hosenstapel und hielt eine zu grosse Jeans in meinen Händen – eine von Thomas. Zusammengefasst: Thomas kam mit 3 Jeans nach Hause und ich mit einer. Wie die Verwechslung beim Packen passiert war, wissen wir beide nicht, ist auch egal.

Nun noch generell zu diesem Urlaub – er war wunderschön, extrem kurzweilig, super interessant und wir haben viele neue Eindrücke dazu gewonnen. Die Fauna ist teilweise schwierig zu beobachten, viele Tiere sind dämmerungs- oder nachtaktiv. Deshalb gab es leider ein wichtiges Tier, das wir nicht gesehen haben, den Platypus (Kloakentier, Schnabeltier), trotz mehrerer Versuche zum richtigen Zeitpunkt an Orten, an denen es nachweislich welche gab. Obwohl Thomas schon dachte, ihn fotografiert zu haben (den Schnabel davon), war es leider eine grosse Motte, die auf der Wasseroberfläche zappelte.

Platypus ?
Platypus ?

Nein !

Hier mussten wir wirklich auf Plan B zurück greifen, so sieht er aus.

Es war teilweise schwierig, nach mehr als 15 Stunden Tag noch auf die nachtaktiven Tiere zu warten, wir waren schlicht zu müde und ausserdem war es nachts kalt. Im Gegensatz zu den Tieren, waren wir also nicht Nacht aktiv. Wir wollten auch nicht in Dunkelheit mit Mr. Maier unterwegs sein und dann möglicherweise ein Wallaby zu überfahren. Dieses Thema ist wirklich traurig, es gibt so viele tote Wallabies entlang den Strassen. Auf der anderen Seite, sind sie so eine wichtige Nahrungsquelle für andere Tiere, wie den Tasmanischen Teufel.

Die Flora ist genauso wie die Fauna sehr durchmischt zwischen echten einheimischen Arten vom alten Gondwanaland und eingeschleppten Europäischen oder anderen Arten.

Z.B. Ginster (Cytisus), viele Stellen von Tasmanien sind bedeckt davon. Sieht toll aus, sie stammen aber leider aus dem Mediterraneum !
Die Mittagsblume, die sehr häufig am Strassenrand anzutreffen ist. Diese ist endemisch !
Die Kunzea, schön und produziert den Nektar für eine tollen Honig, ebenfalls einheimisch.
Auch die Lupinen wachsen hier wunderbar, der Ursprung ist wohl nicht klar zuzuordnen.
Und natürlich die Farne, die tatsächlich auf dem Urkontinent Gondwana entstanden sind, die es aber mittlerweile auch auf dem Rest der Welt gibt.

Hier noch einige regelmässige Besucher auf den Campingplätzen, neben Wallabies häufig Vögel, aber auch etwas Rattenähnliches, das wir nicht eindeutig identifiziert haben.

Den hatten wir besonders auf einem Platz, wo er versuchte Mr. Maier zu zerlegen. Besonders intensiv und ausdauernd hackte er gegen die Windschutzscheibe und die Aussenspiegel.
Sie pickte gerne die Insekten von Mr. Maier runter.
Hier ist das Männchen des Prachtstaffelschwanzes zu sehen. Die Weibchen haben die gleiche Gestalt, aber keine schillernd blauen Flecken. Diese Vögel hatten wir an allen Campingplätzen.
Der Rosa Kakadu war auch fast überall, häufig zusammen mit anderen Kakadu Arten.
Der weisse Kakadu ebenfalls, aber nicht überall
Hier noch ein lustiger Genosse: nicht nur auf den Campingplätzen, sondern auch häufig unterwegs im Gelände. Es ist das tasmanische Pfuhlhuhn (Einheimische nennen es Turbohuhn). Es kann nicht fliegen, dafür aber bis zu 60 km/h rennen und ist so schneller als evtl. Raubtiere.
Und hier noch ein Vogel, den wir auf fast allen Campingplätzen getroffen haben, einmal mit einem Küken – ein Maskenregenpfeifer. Er stolziert auf dem Gelände rum.
Die Tasmankrähe sahen wir überall. Sie sehen eigentlich gleich aus wie unsere Krähen, nur wenn sie die Flügel öffneten, waren weisse Stellen zu sehen. Und sie sind sehr laut. Wann immer wir uns unterwegs setzten und z.B einen Cookie assen, waren sie, nachdem wir gingen, an diesem Platz. Einmal auf Craddle-Mountain, sassen wir auf einer Bank, hinter uns ein Tisch. Eine Krähe flog auf den Tisch und schrie Thomas ins Ohr. Thomas sprang so schnell auf, als wäre das nun eine olympische Disziplin. Er hätte gewonnen 😂🤣
Und hier noch das bereits erwähnte Nagetier

Noch zu den Australiern: die Menschen waren alle (ausser dem Guide im Styx Valley, der wurde aber auch in Seattle geboren) sehr freundlich und hilfsbereit. Ausserdem wirken sie sehr entspannt und scheinen eher gemächlich zu sein (mit Ausnahme von Hobart, das ist jung, quirlig, schnell, urban). Sie sind auch berühmt für Small-Talk. Und in der Tat, wir kamen noch kaum mit so viel Menschen in Kontakt – zu mindest für kurze Zeit. Allein die Begrüssungsformel: „How are you doing“ (oder Verkürzungen davon) ist nett. Es wird wohl eher keine Antwort erwartet, oder einfach nur die gleiche Frage zurück. Das Englisch ist für uns nicht leicht zu verstehen, wenn wir nicht verstanden, haben sich aber die meisten bemüht und kramten ihr bestes Englisch raus.

Die Phrase „No worries …..“ wird immer angebracht, manchmal sinnvoll, manchmal weniger. Und dann natürlich noch die yee, yee, yee. Manchmal hatte es den Eindruck, die ganze Konversation besteht aus yee, yee.

Und noch die Antwort auf eine wichtige Frage: war der Urlaub zu lange ? Nein, war er eindeutig nicht, wir haben viel gesehen, sind jedoch auch an vielen Dingen vorbei gefahren. Also theoretisch könnten wir nochmals hin und den Rest auch noch besuchen. Jedoch, die Welt hat so viele schöne Orte, dass wir wohl kein zweites Mal nach Tasmanien fahren werden.

Nun bedanken wir uns, dass ihr unserem Blog gefolgt seid, für eure Kommentare, Likes und zusätzlichen Kommentaren über andere Medien.

Wir geniessen nun die Adventszeit und freuen uns auf die Weihnachtsfeiern 🫎🧑‍🎄🤶

Alles Liebe

Claudia und Thomas

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