13. Von Strahan wieder zurück nach Hobart

Nachdem unsere 3 Nächte in Strahan abgelaufen waren, mussten/wollten/war geplant wieder zurück Richtung Hobart zu fahren. Wir waren also wieder auf dem Highway.

Wieder hiess es, LKW’s vorbei zu lassen.

Was wir unter Highway verstehen, ist oft nicht das, was es ist:

Eine einzige Spur für beide Richtungen – aber es ist ja übersichtlich und ausser in Hobart recht wenig Verkehr

Noch eine Besonderheit fiel uns auf: Wenn hier an der Strasse gebastelt werden muss (und das ist nach dem Winter sehr häufig), geht der Verkehr einfach weiter – durch die Baustelle !

Für Umleitungen fehlt es schlicht an Alternativrouten

Bei dieser Fahrt bleiben wir an den Nelson Falls stehen. Auch wieder ein Ding, warum wir nicht so schnell vorankommen, wie GoogleMaps uns vorgibt. Wir zweifeln erst, ob wir diese kleine Wanderung überhaupt machen sollen, eigentlich wollen wir ja heute bis Tarraleah kommen. Aber andere Wanderer sagen uns, dass es wunderschön ist, also los:

Habe ich euch schon gesagt, dass ich Farne gerne mag ????????
Hell/Dunkel-Spiel am Nelson River
und nun noch der Wasserfall an sich. Sehr schön, ein schönes I-Tüpfelchen für diese schöne Wanderung.

Wir übernachten in Tarraleah. Wir kamen erst nach 17.00 an und es hat Nieselwetter. Wir fuhren an verschiedenen Hydro-Energieerzeugern vorbei, also Energiegewinnung mit Pumpkraftwerken/Stauseen, der Campingplatz gehört zu einem Energieunternehmen. Die Infrastruktur der Engergiegewinnung ist nicht hübsch anzusehen, aber Energiegewinnung ist nie hübsch. Der Campingplatz jedoch umso mehr:

Mr. Maier in wundervoll ebenem Gelände. Es scheint so, dass dieser Park benutzt wird, um Gäste zu bewirten, bzw. um ein gutes Image für das Energieunternehmen zu generieren.
und Wallabies gab es direkt vor der Camper-Türe
Errol Flynn, der berühmteste Tasmanier darf natürlich auf den Plakaten in der Tarraleah Lodge nicht fehlen.
Die anderen Gäste sind fast ausschliesslich Männer: es sind die Arbeiter des Energieunternehmens, jedoch auch Holz- und Infrastrukturarbeiter (Strassenbau u.ä). Die Stimmung ist rustikal, aber herzlich. Btw: ich hatte die sauberste Dusche auf der ganzen Reise: sauber, gross, wahrscheinlich von anderen Frauen seit Jahren nicht benutzt, eben alleine für mich und sogar mit Proben von Haarshampoo und Conditioner.

Am nächsten Tag fuhren wir wieder ca. 50 km zurück zum Lake St. Claire, das ist der südliche Teil des Nationalparks Cradle Mountains/Lake St. Claire. Uns wurde klar, je weiter südlich wir fahren, desto weniger Regenwald würden wir sehen. Also eben wieder zurück. Beim Lake St. Claire liefen wir einen Wanderweg.

Pink Mountain-Berry
Ich hatte kalt 🙂
Endlich können wir die Blume bestimmen, die uns schon die letzten Tage begleitet. Sie ist eine richtige Schönheit von Gondwana. Häufig stand sie am Rand des Highways, Thomas PflanzenApp kannte sie jedoch nicht. Sie heisst Waratah. Erinnert Ihr euch, wir waren im Ort Waratah ?

Und dann kam unser Star: der Schnabeligel !!! Ganz unverhofft und ganz für uns alleine. Wieder ein Überbleibsel aus alter Zeit, ein eierlegendes Säugetier wie es auch das Schnabeltier (auch Platypus oder Kloakentier) ist, das gibt es nur noch in Australien.

Der Schnabeligel sucht unter Steinen nach Ameisen.
Er sucht auch unter Hölzern nach Ameisen
und hier in voller Grösse 🙂 Irgendwie sieht es flauschig aus, jedoch die hellen Flecken in seinem „Fell“ sind richtig böse Stacheln.

Wir hatten schon nicht mehr daran gedacht, dass wir diesen speziellen Igel noch sehen werden, daher hatten wir schon einen Plan B, um euch diesen zu zeigen:

Ich finde, den „echten“ Schnabeligel deutlich beeindruckender ….

Nach dieser Sichtung sind wir total zufrieden mit dem Tag und gehen noch einen Kaffee trinken. Wir sehen im Lokal noch ein originelles Plakat aus alten Tagen

Leider war nicht geschrieben, wann dieses Plakat gedruckt wurde.

Nach diesem Besuch beim Lake St. Clair fuhren wir wieder in die Gegenrichtung, Richtung Süden, also Richtung Hobart und blieben noch bei einem Zwischenstopp am Franklin River stehen (Gordon-Franklin Wild Rivers Nationalpark):

…..

und überquerten dort eine Brücke

ich bin konzentriert, war schon ein bizzle schmal und die Brücke hat sich bewegt …..

Bei der Weiterfahrt entdecken wir noch einen super-speziellen Ort, Queenstown. Dies ist ein alter Minenort (Silber, Gold, Zink), der heute noch so aussieht, als wäre er aus den frühen 1900 er Jahren:

Es ist hier sehr ruhig, sehr beschaulich. Und es gab wunderbar selbstgemachten Kuchen.

Als nächstes melden wir uns wieder von Hobart, genauer gesagt von Snug (deutsch: gemütlich). Von dort aus haben wir noch 3 Tagesausflüge gemacht, von denen wir euch noch berichten werden.

Alles Liebe und habt einen schönen ersten Advent

Claudia und Thomas

Hinterlasse einen Kommentar